Häufig gestellte Fragen zu SCHULE:KULTUR!

  • Wer initiiert SCHULE:KULTUR!?

    Das Programm SCHULE:KULTUR! in Niedersachsen wird innerhalb des Rahmenprogramms „Kreativpotentiale" der Stiftung Mercator in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Kultusministerium und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur durchgeführt.

  • Wer ist beteiligt?

    Das Programm richtet sich vorrangig an Schulen ab dem Sekundarbereich I und kulturelle Partner mit pädagogischer Qualifikation als Kooperationspartner. Die Schulen werden durch den Landeskoordinator Schule, die kulturellen Partner durch die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Niedersachsen e.V. begleitet (siehe Ansprechpartner).

  • Wer sind meine Ansprechpartnerinnen und -partner?

    Landeskoordinatorin Kultur
    Anja Krüger
    Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Niedersachsen e. V. (LKJ)
    a.krueger@lkjnds.de

    Landeskoordinator Schule
    David Borges
    borges@schuledurchkultur.de
     
    Koordinatorin Fortbildungen
    Jacqueline Streit
    Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel e. V.
    jacqueline.streit@bundesakademie.de

  • Worum geht’s?

    Die Projektschulen erarbeiten oder erweitern gemeinsam mit Partnern der Kulturellen Bildung ein fächerübergreifendes kulturelles Bildungsangebot. Dabei geht es darum, dass Kultur lebendiges Lernprinzip und Gestaltungselement im gesamten Schulalltag ist, also auch in den Unterricht aller Fächer hineinwirkt. Weder Themen noch Sparten sind vorgeschrieben, Schulen und Kulturpartner sind Gestalter ihres individuellen Entwicklungsprozesses. In hierfür konkret entwickelten Qualifizierungen und auf kulturellen Praxis-Fachtagen werden die Partner im Prozess unterstützt und Räume für Kommunikation und gemeinsame Entwicklung geschaffen.

  • Wie lange läuft das Projekt?

    Die Projektdauer beträgt zwei Jahre. Nach der Projektlaufzeit sollen die Kooperationen gefestigt und die Entwicklungsleitideen verankert sein, so dass die Schulen einen langfristigen Entwicklungsplan erarbeitet haben werden.

  • Wie geht es nach dem Projekt weiter?

    Durch die Verankerung von Kultur im Schulprofil der Schule soll nachhaltiges kulturelles Lernen angestrebt werden – auch über die Projektlaufzeit hinaus. Die Schulen sollen in der Lage sein, gemeinsam mit den Kulturpartnern Mittel für Kooperationen zu akquirieren, Bestehendes weiterzuentwickeln, neue Projekte gemeinsam durchzuführen und weitere Partner zu finden. Lehrkräfte sollen befähigt werden, ihre Unterrichte kulturell ästhetisch anzureichern.

  • Welche Kultursparten werden gefördert?

    Das Programm SCHULE:KULTUR! möchte Schülerinnen und Schüler für kulturelle Aktivitäten und kreatives Schaffen begeistern. Kunst und Kultur sollen fest im schulischen Alltag verankert und kulturelle Teilhabe aktiv gefördert werden. Da eine inhaltliche Ausrichtung der kulturellen Projekte nicht festgelegt ist, können sämtliche Kultursparten gefördert werden.

  • Wie können Projektmittel beantragt werden?

    Die Projektmittel können ausschließlich vom außerschulischen Kulturpartner bei der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Niedersachsen (LKJ) e.V. beantragt werden. Grundlage ist der Abschluss eines Kooperationsvertrags zwischen Schule und außerschulischem Kulturpartner für das Projekt SCHULE:KULTUR!DREI. Es sollen zusätzliche Mittel eingeworben werden. Die Antragstellung erfolgt mittels Antragsformular, das unter www.schuledurchkultur.info bereitgestellt wird.

Infos für Kulturpartner

Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge für kulturelle Aktivitäten und kreatives Schaffen zu begeistern, sind Ziele von SCHULE:KULTUR! in Niedersachsen. Kunst und Kultur wird fest im schulischen Alltag von Kindern und Jugendlichen verankert und kulturelle Teilhabe aktiv gefördert. Das Konzept SCHULE:KULTUR! in Niedersachsen nutzt Kultur als Medium und „Motor” für einen ganzheitlichen Schulentwicklungsprozess. Dabei geht es darum, dass Kultur in den Unterricht aller Fächer hineinwirkt und zudem lebendiges Lernprinzip und Gestaltungselement im gesamten Schulalltag ist.

Die Herausforderung besteht darin, verlässliche Strukturen und förderliche Bedingungen zu schaffen, damit sich ein fächerübergreifendes kulturelles Bildungsangebot entfalten kann, das langfristig zur Verbesserung der Schulqualität beiträgt. Dieses Vorhaben kann nur gelingen, wenn es von der gesamten Schulgemeinschaft und den außerschulischen kulturellen Partnern mitgetragen wird.

Die Entwicklung lokaler Kooperationen zwischen Schule und Kulturanbietern soll gezielt gestärkt werden. Zu den außerschulischen Akteuren im Projekt SCHULE:KULTUR! zählen Kulturinstitutionen und kulturpädagogische Einrichtungen wie Theater, Theaterpädagogische Zentren, Museen, Kunstvereine, Filmeinrichtungen, sozio- und interkulturelle Einrichtungen, Bibliotheken, Einrichtungen der Denkmal-, Heimatpflege und der Archäologie, Musik- und Kunstschulen sowie Künstlerinnen und Künstler mit pädagogischer Erfahrung. Die Umsetzung des Projekts gestaltet jede Schule in Zusammenarbeit mit ihrem außerschulischen Kulturpartner individuell.

An SCHULE:KULTUR!DREI (sprich: Schule durch Kultur Staffel drei) nehmen einerseits Schulen teil, die bereits im Modellprojekt dabei waren, dazu kommen auch neue Schulen, die sich bis zum 30.06.20 dafür bewerben. Alle Schulen nutzen die Möglichkeit, sich in Kooperation mit einem außerschulischen Partner der kulturellen Bildung zu einer Schule mit einem kulturellen Profil zu entwickeln.

 

Landeskoordinatorin Kultur

Anna Erichson

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Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Niedersachsen e. V. (LKJ)
Leisewitzstraße 37B
30175 Hannover

 

Infos für Schulen

Im Projekt SCHULE:KULTUR!DREI (sprich: Schule durch KulturStaffel drei) in Niedersachsen wird ein ganzheitlicher Schulentwicklungsprozess durch Kulturelle Bildung angestoßen. Dabei geht es darum, dass Kulturelle Bildung lebendiges Lernprinzip und Gestaltungselement im gesamten Schulalltag wird und kulturelle Methoden in den Unterricht aller Fächer hineinwirken.

Es kann sich ein fächerübergreifendes kulturelles Bildungsangebot entfalten, das langfristig zur Verbesserung der Schulqualität beiträgt. Dieses Vorhaben kann nur gelingen, wenn es von der gesamten Schulgemeinschaft und außerschulischen Kulturpartnern mitgetragen wird. Es müssen verlässliche Strukturen und Gelingensbedingungen geschaffen werden, um so die Lern- und Persönlichkeitsentwicklung aller Schülerinnen und Schüler zu begleiten und optimal zu fördern.

Die Entwicklung lokaler Kooperationen zwischen Schule und Kulturpartner soll im Projekt gezielt gestärkt werden. Zu diesen außerschulischen Akteuren gehören deshalb neben Künstlerinnen und Künstlern insbesondere das in der pädagogischen Vermittlung tätige, qualifizierte und erfahrene Personal in Theatern, Theaterpädagogischen Zentren, Museen, Kunstvereinen, Filmeinrichtungen, sozio- und interkulturellen Einrichtungen, Bibliotheken, Einrichtungen der Denkmal-, Heimatpflege und der Archäologie, Musik- und Kunstschulen u. v. m. Für die Zusammenarbeit mit Kulturpartnern werden im Rahmen des Projekts finanzielle Ressourcen bereitgestellt. Die Grundidee und das Konzept des Projekts werden gemeinsam von beiden Ministerien mit der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel (ba), dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ), der Niedersächsischen Landesschulbehörde (NLSchB) sowie der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) kontinuierlich weiterentwickelt und koordiniert.

 

Landeskoordination Schule

David Borges

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Kulturelle Schulentwicklung

Kulturelle Schulentwicklung – Was ist das eigentlich?

Unter Schulentwicklung können wir uns etwas vorstellen: Da geht es um Verbesserung der Qualität der Schule in verschiedenen Bereichen wie zum Beispiel Unterricht, Personal und Organisation. In der Regel bilden Schulen in ihrem Qualitätsentwicklungsprozess ein bestimmtes Profil heraus, zum Beispiel ein Kultur-Profil. Neben den künstlerischen Fächern werden dabei auch in anderen Fächern ästhetische Zugänge geschaffen, Kooperationen mit Einrichtungen der kulturellen Bildung gehören zum schulischen Alltag, im Ganztagsbereich gibt es ein breites Angebot künstlerisch-kultureller Aktivitäten.

Das Schulleben ist jedoch mehr als Unterrichtsinhalte, Methoden und Lernangebote. Jede Schule verfügt über eine eigene Schulkultur, die durch Haltungen und Werte aller Akteure der Schule sowie daraus resultierenden Strukturen geprägt ist.

Kulturelle Schulentwicklung setzt genau hier an: Nicht nur ein Mehr an kulturellen Angeboten ist ihr Ziel, sondern der Einfluss und die Wirkung der Ästhetik in allen Qualitätsbereichen der Schule. Tom Braun, Geschäftsführer der Bundesvereinigung der kulturellen Kinder- und Jugendbildung (BKJ) fasst zusammen: „Es geht darum, [ästhetisch-künstlerische Praxis] als zentrale Dimension des Schullebens zu etablieren, von der aus die gesamte Organisationsentwicklung wie auch die Unterrichts- und Personalentwicklung stattfinden. Diese Perspektive bedeutet, dass ästhetisch-kulturelle Praxis nicht nur zur ’Kultivierung’ der Kinder und Jugendlichen eingesetzt wird. Sie verdeutlicht gleichermaßen das Ziel der Schule, sich durch ästhetisch-künstlerische Praxis selbst zu kultivieren.“ Damit ist jede und jeder Einzelne angesprochen, die eigene ästhetische Wahrnehmung zu schulen und künstlerische Praxis im Fachunterricht sowie im Schulleben zu etablieren. „Die Schulkultur der Kulturschule entsteht [...] aus der Prämisse, kulturelle Erfahrungen als aktiven Prozess der Teilhabe zu gestalten.“ Das gilt nicht nur für die Schülerschaft, sondern für alle Schulmitglieder. Kultur ist kein Extra, sondern wird als Haltung gelebt.

Das Projekt SCHULE:KULTUR!, das gemeinsam vom niedersächsischen Kultusministerium und dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie der Stiftung Mercator entwickelt und umgesetzt wird, möchte Sie auf dem Weg eines kulturellen Schulprofils begleiten und unterstützen. Qualifizierung, Fortbildung sowie die Begleitung auf dem Weg der kulturellen Schulentwicklung bieten Schulen und ihren Kulturpartnern Erfahrungsmöglichkeiten, ästhetisch-kulturelle Praxis im Schulalltag zu verankern und damit auch die eigene Haltung zu reflektieren und Schulkultur aktiv zu gestalten.

Konzept SCHULE:KULTUR!

2014 startete das Erfolgsprogramm SCHULE:KULTUR! mit 40 Schulen und ihren Kulturpartnern. Ziel war es, Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge für kulturelle Aktivtäten und kreatives Schaffen zu begeistern, eine kontinuierliche Zusammenarbeit der Schulen und ihrer außerschulischen Kulturpartner zu initiieren, Kulturelle Bildung nachhaltig bis in den Fachunterricht hinein im Schulleben zu verankern und damit allen Schülerinnen und Schülern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft Teilhabe an Kunst und Kultur zu ermöglichen.
SCHULE:KULTUR! will erreichen, dass Kunst und Kultur in Verbindung mit Angeboten Kultureller Bildung als Lernprinzip und Gestaltungselement im gesamten Schulalltag verankert werden und in den Unterricht aller Fächer hineinwirken. Anhand bestehender und neu zu konzipierender Schule-Kultur-Projekte und Schulentwicklungsvorhaben soll den Schülerinnen und Schülern Kunst und Kultur im Ganztagsangebot und im Fachunterricht vermittelt werden.
Dieses Vorhaben kann nur gelingen, wenn es von der gesamten Schulgemeinschaft und den außerschulischen kulturellen Partnerinnen/Partnern mitgetragen wird.

Dabei sind die beteiligten Schulen Gestaltende ihres eigenen individuellen Entwicklungsprozesses. Die Entwicklung lokaler Kooperationen zwischen Schule und Kulturanbietern soll gezielt gestärkt werden. Zu den außerschulischen Akteuren gehören neben Künstlerinnen und Künstlern insbesondere das pädagogisch qualifizierte und erfahrene Personal in Theatern, Theaterpädagogischen Zentren, Museen, Kunstvereinen, Filmeinrichtungen, sozio- und interkulturellen Einrichtungen, Bibliotheken, Einrichtungen der Denkmal-, Heimatpflege und der Archäologie sowie Musik- und Kunstschulen u.v.m.

An den Schulen wird eine sogenannte Kulturkoordination aus zwei Lehrkräften eingesetzt, die den Entwicklungsprozess moderieren, strukturieren und beratend begleiten.

Ein zentraler Kulturpartner besucht gemeinsam mit der Kulturkoodination der jeweiligen Schule die Qualifizierungsveranstaltungen von SCHULE:KULTUR! und begleitet den Schulentwicklungsprozess. Er wirkt beratend als Experte der Kulturellen Bildung, als Fortbilder für die Lehrkräfte und Anreger für die Erweiterung des Kooperationsnetzwerks der Schulen. Ein gemeinsamer Austausch wird gepflegt und der außerschulische Lernort des Kulturpartners kann Ausgangspunkt für die Erweiterung der Lernräume der Schulen werden.